Den
letzten Amoklauf verbrachen die Zionisten am 10.08.2024 in Gaza. Israels
professionelle Mörderbande IDF (israelische Verteidigungsstreitkräfte) brachte
im Morgengrauen 100 Palästinenser um, darunter mindestens 11 Frauen und Kinder.
Die Menschen waren gerade beim Morgengebet in der Tabiin-Schule, wo etwa 6000
Binnenflüchtlinge Schutz gesucht hatten. Auch dieser Amoklauf ist Teil einer seit
75 Jahren andauernden Geschichte des Terrors, den das zionistische Israel gegen
die Palästinenser im Westjordanland und in Gaza verbricht. Zum Terror gehören
auch staatliche Morde an Menschen, die dem zionistischen Terror zu widerstehen
wagen, wie zum Beispiel die Morde Ende Juli 2024 am Hamas-Chef Ismail Haniyeh
in Teheran und am Hisbollah-Oberkommandierenden Fuad Shukr im Süden Beiruts.
Als Terror muß auch der rassistische Kolonialismus der zionistischen Siedler im
Westjordanland bezeichnet werden. Dort werden unter dem Beifall und der tatkräftigen
Mithilfe der israelischen Soldateska die Palästinenser brutal unterdrückt, vergewaltigt,
von ihrem Land vertrieben und/oder ermordet.
Zionismus
Die
Geschichte des Zionismus beginnt mit dem Basler Kongress 1897. Dort gründete
sich die Zionistische
Weltorganisation, die programmatisch postulierte: „Der Zionismus erstrebt
für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten
Heimstätte in Palästina.“ Der einflussreichste Zionist war der deutsche Jude
Theodor Herzl, der das Buch „Der Judenstaat“ geschrieben hatte. Obwohl Herzl
anfangs auch andere Weltgegenden wie Ostafrika oder Südamerika erwog,
konzentrierte er sich zum Schluss doch auf Palästina. Damit stimmte er mit
allen anderen zionistischen Strömungen überein. Es gab die religiös-zionistische
Partei "Misrachi", die marxistisch geprägte "Poalei Zion"
("Arbeiter Zions"), den „Revisionismus“, der die bürgerlichen, antisozialistischen
und stark nationalistischen Elemente innerhalb der Bewegung vertrat und die liberalen
„Allgemeinen Zionisten“ mit Chaim Weizmann an der Spitze.
Paradoxerweise
bekam Theodor Herzl mit seiner Idee eines eigenen Judenstaates ausgerechnet von
den deutschen Antisemiten Beifall, während die deutschen Juden diese Idee
mehrheitlich ablehnten. Diese Absurdität ging am Ende so weit, dass „schließlich
(vorübergehend) sogar eine Zusammenarbeit zionistischer Organisationen mit dem
nationalsozialistischen Regime zustande kam mit dem Ziel, deutsche Juden zur
Auswanderung nach Palästina zu bewegen“(Zionismus Wikipedia[36]).
Norman Paech schreibt in
einem lesenswerten Artikel der Nachdenkseiten, daß der Zionismus vom
zunehmenden antijüdischen Rassismus, absurderweise Antisemitismus genannt, in
den gerade entstandenen oder entstehenden europäischen Nationen angetrieben
wurde. Vor allem die deutsche, völkisch begründete Nationenbildung nach 1871 gebar
einen deutschen Rassen-Antisemitismus, den ab etwa 1880 Karl Eugen Dühring
und Wilhelm Marr
vertraten: „Der Zionismus war demnach eine Reaktion auf den völkischen und
zunehmend auch rabiat antisemitischen deutschen Nationalismus – jedoch in Form
einer Spiegelung, nicht einer Negation oder Aufhebung von dessen
völkischem Charakter; in
ihm erblickt der deutsche Chauvinismus und Nationalismus sein Spiegelbild“.
Die rassistische
Überhöhung des eigenen „Volkes“ übernahm der Zionismus von Anfang an. Die
israelische Gesellschaft, nicht nur die Führung, begreift sich seitdem als das
auserwählte Volk, das tun und lassen kann, was es will: "Ja, wir sind
faschistisch. Was ist falsch daran? Wir sind Juden und wir haben das Recht,
faschistisch zu sein, denn wir sind das auserwählte Volk. Wir haben das Recht,
und niemand wird uns vorschreiben, was wir zu tun haben(aus
"der zionistische Tango")." Sie fühlen sich, auch dies
analog zur deutschen Herrenmenschen-Ideologie, als zum europäischen Kulturkreis
gehörig und lehnen es ab, mit den „Asiaten“ auf eine Stufe gestellt zu werden.
Ihre
Verachtung für die Palästinenser wird von Mitgliedern der heutigen israelischen
Regierung brutal ausgedrückt, beispielsweise durch den israelischen
Finanzminister Smotrich, der meinte, es sei "moralisch und gerecht",
die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen verhungern und verdursten zu
lassen. Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant gab am 09.10.2023 bekannt,
dass er eine "komplette Belagerung" des Gazastreifens angeordnet hat.
"Wir kämpfen gegen menschliche
Tiere", sagte er.
Die USA
und das zionistische Monster
Die USA
haben das zionistische Israel wenige Minuten nach der israelischen
Staatsgründung 1948 völkerrechtlich anerkannt. Seitdem unterstützt das
US-Imperium Israel ohne Wenn und Aber. Es benimmt sich wie der große Bruder,
der dem kleinen immer beisteht, egal was er anstellt. Der rationale Hauptgrund
für diese Unterstützung ist, daß Israel für das Imperium der landgestützte
Flugzeugträger ist, der bisher half, Westasien und seine Ressourcen unter
amerikanischer Kontrolle zu halten. Ein anderer gewichtiger Grund ist die politische
Macht der israelischen Lobby in den USA, der weder der Präsident noch der
Kongress bisher widerstehen können.
Heute geht
es dem US-Imperium mit dem Zionismus wie einst mit den deutschen
Nationalsozialisten, die auch lange vom amerikanischen Finanzkapitalismus
unterstützt wurden, weil sie versprachen, gegen den bolschewistischen Todfeind
im Osten Krieg zu führen. Der kleine zionistische Bruder, der seit 75 Jahren alle
Verbrechen straflos begehen konnte, weil ihn der große Bruder deckte, geriet auch
außer Kontrolle und wurde spätestens
mit dem Debakel des 07.10.2023 zum irren, völkermordenden Monster.
Keine Lösung in Sicht
Mit dem „Abraham-Abkommen“,
das Israel am 15.09.2020 mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain in
Washington in Anwesenheit des damaligen US-Präsidenten Donald Trump abschloss, öffnete
sich für Israel die Möglichkeit eines Friedens mit der arabischen Welt, ohne die
Palästinenserfrage lösen zu müssen. Mit dem Blick auf Öl- und Gasvorkommen vor
der Küste Gazas war auch die Türkei an einer solchen Entwicklung interessiert. Die
Hamas hat mit ihrem Überfall auf Israel am 07.10.2023 diese Aussicht zumindest
vorläufig zunichte gemacht. Kein arabischer Staat kann es sich derzeit leisten,
diesen Weg weiter offiziell zu verfolgen. Jeder weitere Versuch, auf diesem Weg
weiterzukommen, kann von den Hardlinern beider Seiten leicht zunichte gemacht
werden, beispielsweise mit einem Attentat auf einen bedeutenden Politiker der
anderen Seite.
Syrien wurde wieder in die arabische Gemeinschaft
aufgenommen, Saudi-Arabien und Iran haben unter Vermittlung Chinas ihre
diplomatischen Beziehungen erneuert, das US-Imperium war außen vor. Saudi-Arabien
löst sich vom Petro-Dollar und wendet sich den BRICS-Staaten zu, die inzwischen
eine größere wirtschaftliche Macht repräsentieren als die westlich orientierten
G7-Länder. China vermittelte eine Einigung der palästinensischen
Fraktionen auf eine Regierung der „nationalen Einheit“, das US-Imperium musste
ohnmächtig zuschauen. Die Macht des großen Bruders schwindet, die Welt wird
multipolar, die nichtwestliche Welt emanzipiert sich vom Westen. Für das zionistische
Israel sind das schlechte Nachrichten; denn es hat sich mit seiner
rassistischen Arroganz, seinem ausbeuterischen Siedler-Kolonialismus und seinem
laufenden Völkermord in Gaza in der nichtwestlichen Welt diskreditiert und isoliert.
Andererseits weiß niemand, wie lange dieser Wandel zu einer
multipolaren Welt dauern wird und ob er wirklich positiv ausgeht. Das Imperium
wird keinen Völkermord und keinen Krieg scheuen, um seine ausbeuterische Weltdiktatur
aufrechterhalten zu können. Solange aber das Imperium mit seinen westlichen
Vasallen, speziell Großbritannien, Frankreich und Deutschland, weiter Israel
bedingungslos unterstützt, werden die Zionisten zu keinen Verhandlungen und
Lösungen bereit sein, die ihre verbrecherische Kolonialherrschaft in Palästina gefährdet.
Israel ist atomar bewaffnet.
Krieg ist teuer und belastet die Wirtschaft. Der Chef der Israelischen Zentralbank spricht von einer
Viertel-Billion Schekel – umgerechnet 67 Milliarden US-Dollar von 2023 bis 2025,
die der Gaza-Krieg kostet. Seit Beginn des Gaza-Krieges sind 46.000 Unternehmen
in Konkurs gegangen, mehr als doppelt so viele wie in Deutschland im letzten
Jahr. Der Tourismus ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Airlines haben ihre Flüge
nach Tel Aviv ausgesetzt, jedes zehnte Hotel in Israel steht vor dem Ruin. Internationale
Technologieunternehmen schließen ihre israelischen Niederlassungen. Intel hat
eine geplante 25-Milliarden-Dollar-Investition in Israel gestoppt.
Die Ratingagentur Moody’s hat Israels Kreditwürdigkeit zurückgestuft
– von der besten Bewertung, A1, auf A2. Die wichtigsten Gründe für die
wirtschaftliche Krise Israels sind laut NZZ
die Mobilisierung von 300.000 Reservisten, die reduzierte Nachfrage, der
Verlust von rund 200.000 palästinensischen Arbeitern und das Ausbleiben von
ausländischen Investitionen. Das Warten auf die Vergeltungsmaßnahmen seitens
Iran, Hisbollah, Hamas und Huthi lähmt die israelische Wirtschaft seit Wochen.
Es sieht so aus, als ob die Gegner Israels unter Führung der BRICS-Staaten
Iran, Russland und China das zionistische Land weniger militärisch als vielmehr
wirtschaftlich niederringen wollen. Damit
stünde die israelische Wirtschaft jetzt schon am Rande des Abgrunds.
Der Überfall der Hamas hat auch die militärische Macht
Israels infrage gestellt, es steht nicht mehr als unbesiegbar da. Israel wird
immer mehr zu einer gefährdeten Wagenburg in einer überlegenen feindlichen
Welt. Der Zionismus verliert seine Anziehungskraft, fast eine halbe Million
Israelis haben seit dem 07.10.2023 das Land verlassen, während die Zahl der
Einwanderer sinkt (Israels
Demografie-Dilemma). Diese negative Wanderungsbilanz bedroht bereits das
demografische Gleichgewicht; denn, während die Zahl der Juden sinkt, steigt die
Zahl der Palästinenser in Israel und in den besetzten Gebieten Gaza und
Westjordanland. In Israel lebten im Jahr 2020 etwa 9 Millionen Menschen, davon
waren etwa 7 Millionen Juden und etwa 2 Millionen Araber (Israels
Demografie). Die Bevölkerung
Palästinas belief sich im Jahr 2023 auf circa 5 Millionen.
In Summe stehen sich also in Israel und seinen besetzten Gebieten
gleich viele Juden und Palästinenser gegenüber. Wenn dann noch die 5,9
Millionen Palästinenser zurückkämen, die heute in Flüchtlingslagern außerhalb
Palästinas leben und ein
völkerrechtlich verbrieftes Rückkehrrecht haben, geraten die Juden in
Israel/Palästina in die Minderheit. Auch nach einer von den Zionisten
angestrebten Annexion der restlichen palästinensischen Gebiete kann der zionistische
Staat nur als religionsbasierter Apartheidstaat aufrechterhalten werden.
Eine Zwei-Staaten-Lösung will die zionistische „Elite“ Israels nicht
zulassen, Israel müsste dazu einen großen Teil der seit 1967 annektierten
Gebiete an Palästina zurückgeben und das zionistische Ziel „Erez-Israel“
endgültig in den Wind schreiben. Was die zionistische Führung davon hält, hat
der Finanzminister Smotrich am 14.08.2024 auf X gesagt: »Keine
antiisraelische und antizionistische Entscheidung wird den Siedlungsbau stoppen.
Wir werden weiterhin gegen das gefährliche Projekt der Schaffung eines
palästinensischen Staates kämpfen, indem wir Fakten vor Ort schaffen.«.
Eine Lösung kann nur von außen
durchgesetzt werden. Das geht erst, wenn die Welt multipolar geworden ist, die diktatorische
Weltmacht des Imperiums also gebrochen ist. Dann wäre auch eine säkulare
Ein-Staaten-Lösung möglich, zunächst als von außen überwachtem Protektorat;
denn der Zionismus ist auch tief im kollektiven Bewusstsein eines großen Teils der
israelischen Gesellschaft verankert.