Mein politischer Rat: Jagt die politischen Rattenfänger davon, zerstört alle hierarchischen Machtstrukturen, begründet eine volkssouveräne Demokratie, unterstellt die Wirtschaft eurem politischen Primat, mischt euch nicht in die Angelegenheiten anderer Völker ein und seid ein Volk der guten Nachbarn.

24.09.2020

Jean Paul hat das wahrscheinlich auf Unterhaltungen gemünzt, die wir heute „small talk“ nennen. Es gilt aber auch uneingeschränkt für politische Unterhaltungen und selbst für Diskussionen in Parteiversammlungen, das kann ich aus Erfahrung bezeugen. Zusätzlich bedienen sich die, die „dazugehören“ wollen, eines allgemein anerkannten Katechismus voller Glaubenssätze, den ich hier in Auszügen präsentiere: Sozial ist, was Arbeit schafft Deutschland geht es gut Leistung muss sich lohnen Wir müssen Humanität und Härte vereinen Es gibt keine Alternative Putin ist böse Die Griechen sind faul Russland überfällt andere Länder Wir verfolgen nicht unsere eigenen Interessen, sondern nur humanitäre Ziele Die USA und die NATO verteidigen die Demokratie und die Werte des Westens in aller Welt die Demokratie muß auch am Hindukusch verteidigt werden Wer arm ist, ist selber schuld Jeder ist seines Glückes Schmied Unseren Wohlstand verdanken wir nur der freien Martkwirtschaft Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen Hartz IV bedeutet nicht Armut, sondern ist die Antwort unserer Solidargemeinschaft auf Armut Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut Wachsen oder weichen Hartzer sind faul und asozial Wer anders denkt als wir, ist böse und ein Verschwörungstheoretiker und Schwurbler Die folgenden 10 entnehme ich aus „Mies, Ullrich. Mega-Manipulation: Ideologische Konditionierung in der Fassadendemokratie (German Edition) . Westend Verlag. Kindle-Version.“: Wir wollen keinen Krieg. Das feindliche Lager trägt die alleinige Schuld am Krieg. Der Feind hat dämonische Züge. Wir kämpfen für eine gute Sache und nicht für eigennützige Ziele. Der Feind begeht mit Absicht Grausamkeiten. Wenn uns Fehler unterlaufen, dann nur versehentlich. Der Feind verwendet unerlaubte Waffen. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners aber enorm. Unsere Sache wird von Künstlern und Intellektuellen unterstützt. Unsere Mission ist heilig. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter. Wer diese Pappnasen, die vorzugsweise im politischen Sektor „bürgerliche Mitte und rechts davon“ zu finden sind, noch ernst nimmt, hat’n Knall.
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